Geschichte

Die Bergwichtel - Deutschlands erste Montessori-Einrichtung für Kinder von 0-3 Jahren

Das Bergwichtel-Haus steht auf dem Gelände der Medau-Schule, die 1929 von dem Pädagogen und Musiker Hinrich Medau und seiner Frau Senta gegründet wurde. Ihre Wurzeln hat sie in den Leib- und Reformbewegungen und der Gymnastikbewegung der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Neben Bode, v. Laban und Dalcroze entwickelte sie sich schnell zur einer der führenden Gymnastikschulen der damaligen Zeit, die in den folgenden Jahrzehnten weit über die Grenzen Deutschlands hinaus wegweisende Impulse in den Bereichen Bewegung, Körper und ganzheitlicher  Körperpsychotherapie setzte.  Nach ihren Anfängen in Berlin ist die Schule seit 1954 auf Schloss Hohenfels in Coburg beheimatet und ist heute eine Berufsfachschule für Physiotherapie, Gymnastik und Logopädie.

Von Beginn an spielten Kinder in der Medau-Bewegungslehre eine große Rolle und so ist sie aus den Kindertagesstätten und Kindergärten der Stadt Coburg seit vielen Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche Musik- und Bewegungskurse für Kinder und Jugendliche, sowie Fortbildungen für Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, prägen seitdem den Schulalltag.

Es lag also nahe eine eigene Kindereinrichtung auf dem Gelände der Schule zu gründen und natürlich lag es ebenso nahe, als pädagogische Orientierung eine reformpädagogische zu wählen.  Maria Montessori war ebenso wie Hinrich Medau eine Vertreterin der sog. 2.Phase der Reformpädagogik, auch „pädagogische Bewegung“ genannt,  in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts.

2010 konnte dieses Vorhaben dann endlich verwirklicht werden und mit Andrea Donath, der Leiterin der Einrichtung konnte der Trägerverein Bergwichtel e. V. eine der erfahrendsten Montessoripädagoginnen Deutschlands gewinnen.